A-Z der Augengesundheit

Auge

Sehen, Aufbau und Funktion

Wie funktioniert das Sehen?

Die Netzhaut kleidet - ähnlich wie eine Tapete - das Innere des Auges aus. In ihr sitzen Millionen von Fotorezeptoren, die das einfallende Licht wahrnehmen und über den Sehnerv an das Hirn weiterleiten. In der Netzhaut verlaufen zahlreiche kleinste Gefäße.

Die Funktion des Auges wird häufig mit der einer Kamera verglichen. Hornhaut (= starres Objektiv) und Linse (= Zoomobjektiv) brechen die Lichtstrahlen und erzeugen eine Abbildung auf der Netzhaut (= Film/Chip).

Sind die Brechkraft dieses optischen Systems und die Augenlänge exakt aufeinander eingestellt, so sehen wir scharfe Bilder. Ist die Lichtbrechung zu stark oder zu schwach, oder ist die Augenlänge zu kurz oder zu lang, entstehen Fehlsichtigkeiten wie Weit- oder Kurzsichtigkeit. Wenn ein Auge an Sehschärfe verliert, gleicht das andere Auge diesen Verlust aus. Das ist der Grund, weshalb Betroffene ihre Fehlsichtigkeit oft gar nicht bemerken.

Abbildung "das Auge"


Bildrechte: MedUni Graz, H. Bauer

Das kindliche Auge

Das kindliche Gehirn kann Fehlsichtigkeiten teilweise ausgleichen. Sind sie aber zu hoch und werden die Kompensationsmechanismen überschritten, dann ermüden die Kinder, sie verlieren die Aufmerksamkeit und die Konzentration und klagen über Kopfschmerzen. Eltern sollten daher besonders auf erste Anzeichen achten.

siehe auch "Kindesalter – häufigste Sehstörungen"