A-Z der Augengesundheit

Netzhautdefekte

Hierbei handelt es sich um Netzhautrisse oder -löcher, die noch keine Folgeschäden (Netzhautablösung) verursacht haben.


Die Netzhautkommission der Österreichischen Ophthalmologischen Gesellschaft informiert:

Symptome

Plötzliches Auftreten von Lichtblitzen (besonders im Dunklen erkennbar), Rußflankerln, plötzliche Vermehrung auch bereits bekannter (und störender) "fliegender Mücken". Die Veränderungen sind nicht schmerzhaft.

Ursache

Netzhautdefekte werden durch einen Zug des Glasköpers, der sich im Laufe des Lebens seine Struktur ändert, verursacht. Erfolgt keine rechtzeitige Behandlung dieser Netzhautlöcher bzw. Netzhautrisse, kann Flüssigkeit durch den Defekt unter die Netzhaut gelangen, diese unterspülen und zu einer Netzhautablösung führen.

Therapie

Im Frühstadium (die Netzhaut ist noch nicht abgehoben) wird der Defektbereich mittels Laserkoagulation (manchmal auch mit Kälte) behandelt und die Netzhaut an der Unterlage fixiert. Unbehandelt kommt es durch einen Netzhautriss meist zu einer Netzhautablösung, die zur Erblindung führen kann.

Weiterführende Infos

Auch im Rahmen einer Brillenbestimmung untersucht Ihr Augenarzt/ärztin Ihre Netzhaut routinemäßig und leistet damit einen wichtigen Beitrag zu Ihrer Gesundheit. Menschen mit erhöhtem Risiko für das Auftreten von Netzhautrissen (höhergradig Kurzsichtige, Patienten mit verletzten oder voroperierten Augen, Vorkommen von Netzhautablösung in der Familie) sollten den Augenhintergrund regelmäßig einmal jährlich vom Augenarzt/ärztin untersuchen lassen.

Autoren: Univ.- Prof. Dr. Yosuf El-Shabrawy, Univ.-Prof. Dr. Christoph Scholda, Priv.-Doz. Dr. Stefan Egger, Univ.-Prof. Dr. Stefan Mennel (Netzhaut-Kommission)