A-Z der Augengesundheit

Nachtsicht im Alter

Nachtsicht im Alter eingeschränkt

Das Kontrastsehen und das Sehen bei Blendung nehmen ab dem 60. Lebensjahr dramatisch ab. Deshalb steigt die Unfallgefahr in der Nacht um zumindest das doppelte an. Das betrifft sowohl Autofahrer als auch Fußgänger, die durch entgegenkommendes Scheinwerferlicht geblendet werden. Ursachen sind normale Alterungsvorgänge in Auge und Gehirn, die zu einer Verringerung von Sinnes- und Nervenzellen führen, andererseits die Entwicklung des Grauen Stars, der sich durch eine Trübung der Augenlinse bemerkbar macht. Zudem leiden bereits etwa 20% der 65- bis 74-jährigen und 35% der 75- bis 84-jährigen an Frühformen von Netzhauterkrankungen, der so genannten Makuladegeneration. Besonders gefährlich ist, dass dieser Prozess oft schleichend vor sich geht und nicht bewusst wahrgenommen wird.

Bei der jährlichen augenärztlichen Untersuchung kann der Augenarzt/die Augenärztin das Dämmerungssehen überprüfen bzw. die Blendung eines entgegenkommenden Autos simulieren. Im eigenen Interesse sollte man seine Nachtfahr-Tauglichkeit abklären lassen. Zusätzlich können Sie ihre Augengesundheit durch eine gesunde Lebensführung (Nichtrauchen, Bewegung und ausgewogene pflanzlich betonte Ernährung) unterstützen.

Rechtzeitig erkannt, kann der graue Star durch einen kleinen operativen Eingriff geheilt und die Makuladegeneration oft durch Medikamentengabe stabilisiert werden. So können regelmäßige augenärztliche Kontrollen dazu beitragen, die Lenktauglichkeit und den Versicherungsschutz beim Nachtfahren lebenslang zu erhalten.