Katarakt - Der Graue Star
Eine Katarakt (Grauer Star) ist eine Trübung der Augenlinse, welche
hinter der Iris und der Pubille liegt. Die Augenlinse funktioniert wie
die Linse eines Fotoapparates. Sie fokussiert die einfallenden
Lichtstrahlen auf der Netzhaut im hinteren Augenabschnitt und erzeugt
Folge an das Gehirn weitergeleitet wird.
Wie die Linsentrübung zunimmt, wird das Sehvermögen schlechter.
Erste
Anzeichen sind Schwierigkeiten beim Fahren in der Nacht oder bei
wechselnden Lichtverhätlnissen, Blendung, erschwertes Lesen,
herabgesetzte Farberkennung oder häufige Änderung der Brillenglasstärke.
Ein Grauer Star kann so weit fortschreiten, bis nur noch hell und
dunkel unterschieden werden kann.
Dazu soll es aber nicht kommen!
Die Operation des Grauen Stars kann helfen, ein normales Sehvermögen
zurückzugewinnen,
besonders in Fällen, bei denen keine weitere Augenkrankung vorliegt.
Sollten noch zusätzliche Augenerkrankungen bestehen, berät Ihr/e
AugenäztIn Sie gerne ausführlich. Die Operationstellt derzeit die
einzige Möglichkeit dar, den Grauen Star zu behandeln.
Die Kataraktoperation wird im Wesentlichen in folgenden Schritten ausgeführt:
- Betäubung der Augenregion
- Entfernung der Augenlinse unter Erhaltung der Linselkapsel
- Implantation einer Kunstlinse in die ursprüngliche Linsenkapsel
- Nachbahandlung mit Augentropfen
Für jeden dieser Operationsschritte besteht eine Reihe von Variationen
und man kann auf eine Vielzahl von Linsenmodellen zurückgreifen. Ihre
OperateurInnen verfügen über ein hohes Maß an Spezialwissen, um für Sie
in jeder Situation das beste Verfahren zur Behandlung der Katarakt
anbieten zu können. Durch die richtige Auswahl der Intraokularlinse ist
es auch möglich, Fehlsichtigkeiten auszugleichen.
Insbesondere, wenn weitere Augenerkrankungen hinzukommen, die ihrerseits
eine Sehverschlechterung hervorrufen können, gewinnt ein individuelles
Vorgehen an Bedeutung. Solche Augenerkrankungen sind z.B. das Glaukom
(Grüner Star), die Makuladegeneration oder andere Veränderungen der
Netzhaut wie sie v.B. bei Diabetes mellitus vorkommen.
Die Kataraktoperation stellt in Summe ein komplexes Verfahren dar,
wozu auch eine ausführliche Voruntersuchung mit Spezialmessungen und ein
umfassendes ärztliches Gespräch beitragen. Gerade durch die
Empfindlichkeit des Sinnesorgans Auge und die Bedeutung der Sehfunktion,
gibt es viele Umstände, die in allen Belangen berücksichtigt werden
müssen.
Der stetige Fortschritt in der Augenchirurgie hat dazu geführt, dass
die Kataraktoperation zu einem sehr sicheren und erfolgreichen Eingriff
für den Patienten geworden ist. Schon kurze Zeit nach der Operation
können sich die Patienten über Ihr verbessertes Sehen freuen. Ein
Verband ist meistens nur kurze Zeit notwendig. Da bis auf Ausnahmen auch
Nähte keine Verwendung mehr finden, entfällt deren Entfernung. Zur
Nachbehandlung werden lediglich Augentropfen verwendet.
Nur durch die Kataraktoperation kann eine bestmögliche Sehschärfe
zurückgewonnen werden.
Wie bei jeder Operation können - wenn auch selten - unerwünschte
Operationsergebnisse auftreten
Komplikationen mit einer vorübergehenden Sehverschlechterung:
- Trockenes Auge
- Schwellung der Netzhautmitte
- rotes Augen
- vorübergehende Hornhauttrübung
- Augendrucksteigerung
Komplikationen mit der Gefahr einer Sehverschlechterung, eventuell
auch mit der Notwendigkeit eines zweiten Eingriffes:
- Glaskörperverlust
- Infektion
- Blutung in das Auge
- bleibende Hornhauttrübung
- Netzhautabhebung
- Verschiebung der Intraokularlinse
- unzureichende Brechkraft der Kunstlinse
In der Regel können diese Komplikationen gut behandelt werden.
Severmögen nach der Kataraktoperation
Besteht außer der Katarakt keine weitere Augenerkrankung, führt die
Kataraktoperation in fast allen Fällen zur Verbesserung des
Sehvermögens. Die Wahrscheinlichkeit, nach dem Eingriff dauerhaft
schlechter zu sehen, ist sehr gering.
Eine Eintrübung der verbliebenen Linsenkapsel (Nachstar) kann Monate
bis Jahre nach einer Kataraktoperation auftreten und lässt sich gut mit
dem Laser behandeln.
Die Kataraktoperation zählt nicht nur zu den häufigsten
medizinischen Eingriffen überhaupt, sonder auch zu den sichersten.
Manche Leiden spürt man nicht. Hier hilft nur rechtzeitige Vorsorge.
Ihr Augenfacharzt sagt Ihnen was sie über das Auge wissen müssen.